Titel
Das Grand Casino Bern nimmt das Kartenspiel Texas Hold’em aus dem Angebot
Autor/Erfasser
externe Quelle
Firmenportrait
Grand Casino Bern
System powered by
HELP.ch
|
Aufgrund neuer Regulierungen der eidgenössischen Spielbankenkommission
(ESBK) hat die Geschäftsleitung des Grand Casino Bern entschieden, das
Kartenspiel „Texas Hold’em“ per 31. Dezember 2008 aus dem Spielangebot zu
nehmen.
Christian Aumüller, CEO des Grand Casino Bern, begründet den Entscheid mit
Wettbewerbsnachteilen: „Die konzessionierten Casinos sind per Gesetz dazu verpflichtet,
gewinnorientiert zu arbeiten. Die aktuellen Veränderungen im gesetzlichen Umfeld
von „Texas Hold’em“ wirken sich aber negativ auf den Geschäftsgang dieses Kartenspiels
aus, da auch externe Anbieter geduldet werden.
Das Marketingpotenzial von Texas Hold’em wurde durch die Zulassung dieser Anbieter
neutralisiert. Diese externen Anbieter müssen zudem nicht die strengen Auflagen eines
konzessionierten Casinos erfüllen.
Daraus resultiert für uns ein nicht annehmbarer Wettbewerbsnachteil.“
Das Grand Casino Bern ist das erste Grand Casino der Schweiz, das sich von der Spielart
Texas Hold’em zurückziehen wird.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Righetti & Partner GmbH
Medienstelle Grand Casino Kursaal Bern AG
Herr Mario Corpataux
Thunstrasse 77
CH-3074 Chalet Muri-Bern
Switzerland
T +41 (0)31 951 60 10
==========
Die Leitung des Grand Casino
Christian Werner Aumüller
Managing Director Grand Casino
Nach seinem Maturaabschluss 1985 an der Handelsakademie Export im
österreichischen Vöcklabruck ist Christian Werner Aumüller 1987 in das Casino-
Business eingestiegen. Zuerst als Croupier und Leiter des Poker Floors im Casino
von Seefeld, ab 1990 – 93 als Croupier des Casino Salzburg, danach als Sous Chef.
Nach Weiterbildungen im Führungswesen nahm er im Jahr 2000 das Amt des Gaming Technical
Managers im ungarischen Casino Szentendre an und übernahm 2001 den Posten des Managing
Directors im Casino Sopron in Ungarn.
2002 der Eintritt in die Schweiz als Spieleverantwortlicher und stellvertretender
Direktor im Casino Schaffhausen. Ein Jahr später ein Abstecher ins Reef Hotel Casino im
australischen Cairns, wo er als administrativer Manager waltete. 2004 ist er als
Spieleverantwortlicher in die Dienste der Grand Casino Kursaal Bern AG getreten.
Seit 2007 ist er Direktor des Casinos.
==========
Zahlen und Fakten
Grand Casino Kursaal Bern AG
Kornhausstrasse 3
Postfach
CH - 3000 Bern 25
Telefon +41 31 339 55 55
Telefax+41 31 339 55 50
E-mailinfo@grandcasino-bern.ch
Web www.grandcasino-bern.ch
Mitgliedschaften Schweizer Casinoverband
Direktor Christian Aumüller
Mitarbeitende
Grand Casino: 168 Festangestellte
Lage
Das Casino befindet sich im 5. Stock des Kursaal Bern, der in unmittelbarer Nähe der
Berner Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten Zytglogge, Bärengraben, Bundeshaus und
diversen Einkaufsmöglichkeiten liegt.
Anreise Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
vom Bahnhof Bern: Tram Nr. 9, Richtung Guisanplatz, Haltestelle Kursaal
von Bea Expo: Tram Nr. 9, Richtung Bahnhof, Haltestelle Kursaal
von Ostermundigen: Bus Nr. 10, Richtung Bahnhof, Haltestelle Viktoriaplatz
Parkplätze Parkhaus Kursaal: 240 Plätze; VIP-Parking Grand Casino: 29 Plätze; Parkhäuser
im Umkreis von maximal 15 Minuten: 3'100 Plätze
Öffnungszeiten Sonntag – Mittwoch 11.30 – 02.00 Uhr
Donnerstag – Samstag 11.10 – 04.00 Uhr
365 Tage im Jahr
Eintrittsgebühr Fr. 10.00 inklusive Begrüssungsgetränk
==========
Interview mit Christian Aumüller, CEO Grand Casino Bern, April 2008
Das Grand Casino Bern nimmt seine Verantwortung ernst
„Wir möchten nicht das Maximum, aber das Optimum.“
Im Grand Casino Bern werden verantwortungsvolles Handeln, Sozialkompetenz
und Datenschutz gross geschrieben. Christian Aumüller, der Direktor des Grand
Casino, kommuniziert offen, spricht dabei auch Schattenseiten an, und
unterstreicht damit die transparente Arbeitsweise des Casinos im Kursaal Bern.
In seinem ersten grossen Interview zum Thema Sozialkompetenz zeigt er unter
anderem auf, was das Grand Casino Bern alles unternimmt, um der Spielsucht
entgegenzuwirken. Die Probleme sind bekannt und das Grand Casino Bern
greift ein, damit das Spiel ein Vergnügen bleibt.
Christian Aumüller, im ganzen Kursaal-Komplex gehen pro Tag im Schnitt 2’000
Personen ein und aus. Wieviele davon besuchen das Grand Casino?
Christian Aumüller, CA: Es sind aktuell über 850 Leute pro Tag. 2002 haben wir mit
cirka 500 begonnen. Unsere feuerpolizeiliche Kapazität beträgt 600 Gäste, die sich
gleichzeitig im Casino aufhalten dürfen. Seit Winter 2006 ist es einige Male
vorgekommen, dass wir erst wieder Gäste hineinlassen konnten, nachdem andere
das Casino verlassen hatten. Das geschieht meistens Freitag und Samstag Abend
zwischen 23.00 Uhr und Mitternacht. Wir haben darauf reagiert, indem wir die
sogenannte Galerie auch in den Spielbereich einverleibt haben.
Unter den rund 300'000 Gästen pro Jahr sind auch Personen, denen das Spiel
über den Kopf wächst. Wie gehen Sie mit diesem allgemein herrschenden
Problem um?
CA: Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Casinos über ein Sozialkonzept verfügen
müssen, das sich mit der Spielsucht befasst und am Ende ein präventives Handeln
erlaubt. Die Spielsperren im Grand Casino Bern wachsen parallel mit der steigenden
Gästezahl. Letztes Jahr mussten wir rund 400 Spieler und Spielerinnen sperren,
wobei das Casino selbst nur ein Viertel der Sperren aussprechen musste. Die
Restlichen erfolgten per Antrag durch die Gäste selbst in Erkenntnis, dass das Spielen
für sie zum Problem werden könnte. Wir legen auch sehr viel Wert auf
Selbstverantwortung. Die meisten Menschen spüren, wann es zuviel wird. Die
Sperren gelten grundsätzlich unbefristet, frühestens nach einem Jahr können die
Gesperrten aber einen Antrag auf Aufhebung stellen. Wenn der Finanznachweis und
die Empfehlung des Suchtberaters positiv ausfallen, heben wir die Sperre auf. Das
betrifft zwischen vierzig und fünfzig Fälle pro Jahr.
Wann schreitet aber das Casino direkt und selbst ein?
CA: Das beginnt dort, wo der direkte Kontakt mit dem Gast vorhanden ist. Alle
Mitarbeiter mit Gästekontakt durchlaufen eine spezifische Ausbildung zum Thema
Spielsucht und deren Früherkennung. Sie werden geschult, bestimmte
Verhaltensmuster zu erkennen. Diese Beobachtungen geben sie weiter an die
Vorgesetzten. Ein auf dem obligatorischen Qualitätsmanagement basierendes System
erlaubt uns dann, diese Gäste differenziert zu erfassen. In einem nächsten Schritt
sprechen wir sie an. Letztes Jahr hatten wir rund 1'000 Gästekontakte im
Zusammenhang mit dem Sozialkonzept.
Von welchen Anzeichen sprechen Sie, wenn es um das Entgleiten der Kontrolle
des Gastes über das Spiel geht?
CA: Eines der Klarsten ist, wenn jemand im Grand Casino nach Kredit fragt oder die
Bar bittet, den Drink zu übernehmen, weil das ganze Geld verloren wurde, oder die
Person die Parkgebühr nicht mehr bezahlen kann. Hier ist unmittelbarer
Handlungsbedarf angesagt, der Gast wird sofort angesprochen. Es kommt ein
Prozess ins Rollen, der bis zu einem Finanznachweis gehen kann, der, wenn nicht
erbracht, zu einer Spielsperre durch das Casino führt.
Kann man sich dabei nicht auch täuschen und Anzeichen falsch interpretieren?
CA: Das kann man. Wenn ein Gast regelmässig schon vor Türöffnung draussen
wartet, kann das daher rühren, weil er nicht mehr auf das Spielen warten kann, kann
aber auch mit Fahrplänen der öffentlichen Verkehrsmittel zusammenhängen. Deshalb
sind wir auf unsere Mitarbeiter angewiesen, deren permanente Beobachtungen mit
der Zeit ein Bild des Gastes ergeben.
Um sich ein Bild des Gastes zu machen, gehört das Sammeln von allerlei Daten
dazu. Wo fängt der Datenschutz an und wo hört er auf?
CA: Das Grand Casino Bern hat 2007 als erstes Casino weltweit das Zertifikat für
Datensicherheit erlangt. Datenschutz ist ein sehr sensibler Bereich, der schon beim
Eintritt beginnt. Wir müssen abklären, ob der Gast schon von einem anderen
Schweizer Casino gesperrt wurde. Hier registrieren wir keine Daten. Kommt es aber
zu auffälligen Beobachtungen, bei denen das Sozialkonzept ins Spiel kommt,
verlangen wir Lohnnachweise, Kontoauszüge, Betreibungsauszüge,
Vermögensnachweise. Diese Daten müssen wir vom Gesetzgeber her aufnehmen
und archivieren. Mit dem Datenschutzgütesiegel Good Privacy können wir dem Gast
gegenüber nachweisen, dass wir vertrauenswürdig mit seinen Daten umgehen.
Wie reagieren die Gäste, von denen das Casino finanzielle Nachweise verlangt?
Ziehen sich die nicht einfach vom Spielbetrieb zurück?
CA: Die Schweizer Casinos haben wertvolle Imagearbeit geleistet, denn die Anzahl
negativer Reaktionen hat kontinuierlich abgenommen. Die Skepsis der Gäste bleibt
aber. Stellen Sie sich vor, Sie würden beim Kauf von Gucci-Schuhen gefragt, ob Sie
sich das leisten können. Für den Kauf von Schuhen gibt es im Gegensatz zum
Casinobetrieb keine gesetzlichen Regelungen.
Das Grand Casino Bern hat freiwillig und als erste Spielbank überhaupt das
Datenschutzgütesiegel angestrebt? Weshalb diese Notwendigkeit?
CA: Wir wollen immer einen Schritt voraus sein, das ist ein Leitsatz des Grand Casino
Bern. In der Geschäftsleitung haben wir beschlossen, dem Datenschutz eine
besondere Wichtigkeit zukommen zu lassen, auch, um gegenüber dem Gast
Vertrauen zu schaffen.
Datenschutz gut und recht, aber beinahe alle Sicherheitssystem lassen sich
knacken. Wie schützen Sie sich?
CA: Erstens hat nur derjenige Zugang zu den Daten, der genau diese zur Erfüllung
seiner Aufgabe benötigt. Alle Türen werden mit einem Zutrittssystem überwacht, das
nachvollziehen lässt, welcher Mitarbeiter wann welchen Raum betreten hat.
Gleichzeitig ist geregelt, wer welchen Raum betreten kann. Zudem ist rund um die
Uhr eine Überwachungsabteilung präsent. Niemand kann das Casino betreten ohne
sich auszuweisen, auch ausserhalb der Öffnungszeiten.
Wer bestimmt dann aber, wer auf welche Daten Zugriff hat?
CA: Den Zugang regeln die Stellenbeschriebe und die gesetzlichen Vorgaben. Auf
Finanzdaten der Gäste können zum Beispiel nur zwei Personen zugreifen. Nur diese
entscheiden über eine mögliche Spielsperre. Die Daten werden auch sukzessive
gelöscht, je nachdem wie lange wir sie vom Gesetz her aufbewahren müssen.
Die Casinos haben den Auftrag, sozialschädliche Wirkungen des Spiels zu
verhindern. Können Sie behaupten, jeden Suchtspieler früh genug erkannt zu
haben?
CA: Eine hundertprozentige Garantie gibt es nicht. Man muss auch beachten, dass,
wenn jemand in allen 19 Schweizer Casinos gesperrt ist, es dennoch keine Sicherheit
gibt, dass er nicht anderweitig Glücksspiele betreibt. Sei es im Internet, sei es auf
illegale Weise oder einfach nur Lotto. Niemand kontrolliert, ob Sie 1'000 Franken pro
4
Woche im Lotto einsetzen oder ein Casino im Ausland besuchen. Die Spielsperre ist
meistens nur ein erster Schritt. Deshalb arbeiten wir eng mit der Fachstelle „Berner
Gesundheit“, einer Suchtberatungsstelle und dem Verein Schuldensanierung
zusammen. Dort können unsere suchtgefährdeten Gäste auch kostenlos Hilfe
beziehen. Unser wichtigster Partner, auch in der Prävention, ist die Hochschule
Luzern für soziale Arbeit, die das Sozialkonzept zusammen mit den Grand Casinos von
Bern, Baden und Luzern ausgearbeitet hat. Dieses entwickelt sich konstant weiter, da
die Hochschule Luzern unsere anonymisierten, statistischen Daten bearbeitet und
wissenschaftlich auswertet, um speziell im Bereich Suchtprävention neue
Erkenntnisse zu erlangen.
Welches sind sie denn häufigsten Ursachen für die Verhängung einer
Spielsperre?
CA: Bei den freiwiligen Sperren betrifft der grösste Teil eine präventive Massnahme,
die der Betroffene sich selber auferlegt. Andere verlangen eine Sperre, weil sie nach
ihrem Ermessen zu viel Zeit im Casino verbringen oder zu grosse Geldmengen
einsetzen. Angeordnete Spielsperren geschehen beinahe immer wegen fehlender
finanzieller Mittel. Zu einer verordneten Spielsperre kann es auch durch einen Hinweis
Dritter kommen.
Wie kann das Casino noch präventiv wirken, ausser dass es nach Anzeichen
einer möglichen Spielsucht Ausschau hält.
CA: Wir raten den Gästen, auch in TV-Spots, dass sie sich einen bestimmten
Spieleinsatz vornehmen und dass sie ihre Kreditkarten zu Hause lassen. Man könnte
nun behaupten, dass das den Vorgaben des Gesetzgebers widerspricht, der besagt,
dass ein Casino wirtschaftlich erfolgreich sein muss. Wir möchten einfach, dass der
Spielbetrieb in Bern qualitativ hoch steht und auf diesem Weg unsere
Wirtschaftlichkeit halten. Wir möchten nicht das Maximum, wir möchten das
Optimum.
Sie fühlen sich spürbar wohl an Ihrem Arbeitsplatz. Was macht Sie stolz, dem
Grand Casino im Kursaal Bern vorzustehen?
CA: Das Grand Casino Bern ist weltweit ein Vorreiter, was die Qualität der
Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben betrifft. Ich bin auch überzeugt von der
wirtschaftlichen Führung, die geprägt ist von einem Mitarbeiterstab, der unter dem
umsichtigen Management Leistungen erbringt, die Ihresgleichen suchen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Righetti & Partner GmbH
Public Relations Kursaal Bern
Thunstrasse 77
3074 Chalet Muri-Bern
T +41 31 951 60 10
F +41 31 951 54 12
E media@righetti-partner.com
Information von Richard Honegger
|