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 Poker mit Alex: Unregelmäßigkeiten beim Online-Poker (15.10.2008)
The Beatles Love - Cirque du soleil
Titel
Poker mit Alex: Unregelmäßigkeiten beim Online-Poker

Autor/Erfasser
externe Quelle

Firmenportrait
Pokerakademie von Alex Lauzon

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Wir erinnern uns an eine Affäre im Herbst vergangenen Jahres, als einige High-Roller bei 
AbsolutPoker, aller Wahrscheinlichkeit nach unter Mithilfe eines Mitarbeiters, abgezockt 
worden sind. 

Und jetzt lesen wir in den Medien von möglichem Betrug bei UltimatePoker im gleichen 
Network. Der Spielername „NioNio“ wird genannt, der in nur 3.000 Händen 300.000 Dollar 
gewonnen habe. Poker News Daily berichtete am 29. September (Link zur Quelle), dass 
UlitimatePoker noch eine ganze Liste weiterer Spieler genannt habe, die in diesen 
vermuteten Betrugsskandal verwickelt sein mögen (Crackcorn55, WhakMe, GrabBag123, 
gravitation, Bgroup, H_Curtis, Twenty 1, WacoManiac, Broke_In_L_A, ShaqTack, 
BlueBerry101, HolyMucker, 55WasHere, Xnomas, dannyboy55, Indy05, and SlimPikins2.) 

Es wirft sich die Frage auf: Wie sicher ist Online-Poker wirklich? Kann man, wenn man 
von derartigen Unregelmäßigen, oder auch nur von den Möglichkeiten solcher 
Manipulationen, erfährt, weiterhin voller Vertrauen Geld auf Pokerseiten überweisen, an 
den Tisch bringen und gegen andere Spieler einsetzen? 

Ich will diese Frage nicht bloß mit einem einfachen Ja beantworten. Wir haben uns - und 
wenn nicht wir, wer dann? - mit diesem Problem eingehend auseinander gesetzt, haben 
recherchiert und uns von unseren Partnerseiten Stellungnahmen eingeholt. 

Zuerst möchte ich allerdings auf nachgewiesene Betrugsskandale beim Live-Poker 
verweisen. Wie Pokerolymp gerade berichtet, so haben vier Männer in Borgota (James 
Harrison aus Duluth, Minnesota, Las Vegas Resident Joseph Ingargiola, Stephen Phillips 
und Steven Forte) ein Hotelzimmer mit allen technischen Möglichkeiten präpariert, um 
bestimmten Spielern ihr Geld betrügerisch aus der Tasche zu ziehen. 

Steve Forte wurde übrigens schon einmal, am 7. Juni 2007 in Atlantic City, von der 
Polizei wegen eines ähnlichen Versuches von der Polizei verhaftet. Wir haben darüber 
berichtet. 

Wie lange ist es her, dass ein Spieler im staatlichen Casino von Hamburg der Polizei 
übergeben worden ist, nachdem er, dank zweier Karten im Ärmel, ahnungslosen Gegnern die 
überraschendsten Niederlagen zugeführt hatte? 

Wo immer Geld involviert ist, und insbesondere am Spieltisch, lauert die Gefahr von 
Betrug. Das soll und kann aber nicht bedeuten, dass wir auch wirklich immer mit Betrug 
konfrontiert sind. Schließlich werden auch täglich Unmengen von Autos gestohlen und 
unseres steht trotzdem noch vor der Tür. 

Betrug passiert. Richtig. Betrug ist aber – zum Glück – nicht die Regel, sondern die 
Ausnahme. 

So wie es, insbesondere mit technischen Hilfsmitteln, auch beim Live-Spiel möglich ist, 
Informationen über die Hole-Cards der Gegner zu erhalten, so ist dies im Internet, wenn 
auch noch schwieriger, theoretisch ebenso möglich. 

Allerdings, so wie jedes Casino, jeder seriöse Pokerclub, aufs äußerste an einem 
reibungslosen Ablauf interessiert ist, so können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass 
auch Online-Pokerseiten ihr Bestes tun, um das Risiko, dass ihre Kunden von anderen 
abgezockt werden könnten,  nicht nur auf ein Minimum reduzieren, sondern meistens sogar 
gänzlich ausschließen. 

Online-Seiten verdienen gutes Geld, wirklich gutes Geld, durch die regelmäßig 
eingehobene Rake. Dieser kleine Anteil an jedem Pot, den wir Spieler ohne weiteres 
verschmerzen, macht in Summe aber nennenswerte Beträge aus. Und keine seriöse Pokerseite 
wird diese Einnahmen aufs Spiel setzen. 

Von allen technischen Möglichkeiten abgesehen, das erste, was einer Pokerseite auffällt, 
sind hohe und regelmäßige Gewinne. Hier beginnen die Warnlichter bereits zu blinken. Das 
Spiel wird analysiert. Mit welchen Karten hat er geraist, gecallt, gefoldet? Sollte 
einem Spieler, vielleicht sogar mit der Hilfe eines korrupten Angestellten, wirklich der 
Einblick in die gegnerischen Hole-Cards möglich sein, wie leicht lässt sich dieser 
Verdacht erhärten und bestätigen, wenn ein Spieler immer mit dem besseren Blatt callt 
oder raist, sich von Verlustkarten, auch wenn sie einen Call rechtfertigen würden, aber 
verabschiedet? 

Was uns am Online-Tisch verborgen bleibt, ist für spätere Analysen für die Kontroller 
der Seiten immer einsehbar. Und dass die Pokerseiten sich darum kümmern, darauf könnt 
Ihr Gift nehmen. 

So wie es im Casino oft die Spieler selbst sind, die auf mögliche Manipulationen stoßen 
und die Casinoleitung informieren, so sind es online Tausende, die ständig allen Details 
Beachtung schenken, die jeden Verdacht dem Support mitteilen. Solche Hinweise werden von 
den Pokerseiten nicht auf die leichte Schulter genommen. Es wird praktisch jeder 
Information nachgegangen, wobei selbst simple Collusion in kürzester Zeit aufgedeckt 
wird. 

Wenn das Risiko auch klein sein möge, wenn jeder Skandal letztendlich auffliegt, kann es 
aber nicht trotzdem passieren, dass wir eine Menge Geld verlieren, bis ein eventueller 
Betrüger entlarvt ist? Diese Überlegung mag nicht ganz unberechtigt sein. Allerdings, 
auf welcher Einsatzebene beginnt Betrug, der kostspielige technische Vorbereitungen und 
meist ordentliche Schmiergelder für korrupte Experten verlangt, sich auszuzahlen? Bei NL 
50 sicher nicht. Auch nicht bei NL 200 oder NL 400. Sollte es einem Gauner wirklich 
vorübergehend gelingen, sich Einblick in die Hole-Cards der Gegner zu verschaffen, dann 
können wir sicher sein, dass er sich an die höchstmöglichen Tische setzt. Solange wir 
nicht an denen Spielen, brauchen wir uns, logischerweise, überhaupt kein Kopfzerbrechen 
machen. 


Alex Lauzon Pokerakdademie.com


Link zur Pokerakademie.com und vielen interessanten Poker-Tipps und Stories.
Information von Richard Honegger
 
 
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